Die homöopathische Behandlung

Die Behandlung chronischer Erkrankungen

Besonders bei chronischen Erkrankungen ist eine ausführliche Anamnese (Erstgespräch) unabdingbar. Wobei sich die Befragung nicht auf die körperlichen Symptome beschränkt, sondern der Patient immer als Einheit von Körper, Geist und Seele gesehen wird. Es wird die Krankheitsgeschichte aufgenommen, aber auch Allgemeinbefindlichkeiten, Essensvorlieben, Schlaf, mentales Befinden und vor allem die Gemütsverfassung sind von Bedeutung. Dieses Gespräch dauert ungefähr zwei Stunden.

Nach diesem Erstgespräch wird nun ein passendes Mittel ausgewählt. In weiteren Konsultationen wird der Behandlungsverlauf genau beobachtet.

Die Behandlung akuter Erkrankungen

Bei akuter Erkrankung ist es hilfreich eine Anamnese durchgeführt zu haben, ein Mittel kann aber auch nur auf Grund der aktuellen Symptome gegeben werden.

Ein akutes Mittel wird nicht unterdrückend wirken (wie z. B. Fieberzäpfchen) sondern den Patienten durch seine Erkrankung begleiten und sie erleichtern. Dies hat auch enormen prophylaktischen Wert, denn es stabilisiert den Patienten und stärkt sein Immunsystem.

Mit welchen Beschwerden kann man zur Homöopathin gehen?

Im Prinzip kann man mit fast jede Beschwerde in die homöopathische Praxis kommen. Von Schlafstörungen, Konzentrationsmangel und Hyperaktivität über Migräne, Asthma und Heuschnupfen bis hin zu akuten Infekten und Infektanfälligkeit kann alles homöopathisch behandelt werden. Auch Mißempfinden, Unwohlsein und unspezifische Störungen ohne klare Diagnose lassen sich homöopathisch behandeln.

Die Grenzen der Homöopathie

Lebensnotwendige Substitution (z. B.Insulin) und chirugische Eingriffe können nicht durch homöopathische Behandlung ersetzt werden. Irreversible Gewebeschäden bleiben auch mit Homöopathie irreversibel. In vielen Fällen ist eine unterstützende Behandlung parallel zur Schulmedizin sinnvoll.

Selbstverständlich empfehle ich bei Unklarheit schulmedizinische Diagnoseverfahren und gegebenenfalls rate ich auch zu schulmedizinischer Intervention.

Die Möglichkeit der Selbstbehandlung

Bei akuten Erkrankungen kann es sehr hilfreich sein, die homöopathische Notfallapotheke und einige Kenntnisse über deren Anwendung zu besitzen. Chronische Krankheiten jedoch – und das sind auch die immer wiederkehrenden akut scheinenden Infekte, Ungleichgewicht im Gemütsbereich und langandauernde Erkrankungen– sollten nicht selbst behandelt werden. Dazu ist Fachwissen notwendig, welches über die Handbücher hinausgeht.

Sonnenstich, Magenverstimmung nach dem Kindergeburtstag, der blaue Fleck und die leichte Verbrennung sind wunderbar selbst zu behandeln, was darüber hinausgeht, gehört in homöopathisch ausgebildete Hände.

Erwartung an den Patienten

Die Mitarbeit des Patienten ist von großer Bedeutung. Die Heilung von Krankheiten, besonders von chronischen, ist meist kein kurzfristiges Geschehen, sondern bedeutet immer einen Prozess, der Mitarbeit und Geduld erfordert. Nicht unterdrücken heißt auch mal, was durchzustehen, um es dann loslassen zu können.

Die Patienten geben ihre Verantwortung nicht an der Praxistür ab, sondern sind aktiv an ihrem eigenen Heilungsprozess beteiligt. Denn wahre Heilung liegt immer in uns selbst.